Programm

Freitag, 08. Mai 2020

09.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorprogramm - "Communologue"


Achtung: Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnahme am Vorprogramm nur für 12 Personen möglich. Wir bitten

bei Ihrer Anmeldung um Info, ob Sie am Communologue teilnehmen möchten. Die Vergabe der Plätze erfolgt in der

Reihenfolge der Anmeldungen.

 

Wir freuen uns, schon im kommenden Jahr auf die Rückmeldungen des Imago Kongress 2019 eingehen zu können, indem

wir einen Communologue anbieten werden. Da das Programm vor Beginn der heurigen Konferenz schon nahezu fertig  war,

stellte uns dies vor einige organisatorische Herausforderungen. Umso mehr freut es uns, den Communologue an den Anfang

der Tagung 2020 stellen zu können. Es wird im kommenden Jahr für eine begrenzte Teilnehmerzahl am Freitagvormittag

die Möglichkeit geben, als eine Art kostenfreie Vorkonferenz einen Communologue mit zu gestalten.

 

Das Format des Communologue gibt uns die Chance, das Potenzial der Gruppe zu nutzen und den intensiven und heilsamen

Effekt des  "verbunden und gleichzeitig frei " zu erleben. Jeder Communologue lebt vom Augenblick, der Bereitschaft der

Teilnehmer sich zu zeigen und nicht zu letzt, der sicheren Leitung. Einige TeilnehmerInnen konnten diese besondere Erfahrung

bereits in Baltimore 2018 und dieses Jahr in Wien erleben. Beides mal war es sehr bewegend und die TeilnehmerInnen waren

tief berührt von der Nähe und Intimität, die sich in einer Runde zumeist fremder Menschen in kürzester Zeit entwickeln konnte.

 

Wir freuen uns sehr auf dieses neue Format, von dem wir hoffen, dass daraus eine neue Tradition erwächst, die unsere

Gemeinschaft stärkt und nährt und uns spüren und erleben lässt, dass Unterschiede ein bereicherndes Geschenk darstellen,

wenn wir sie zu schätzen lernen.

 

12.00 Uhr

 

Mittagessen (für Communologue-TeilnehmerInnen)

 

13.30 Uhr  

 

Start Registrierung Imago Tage 2020

       

14.30 Uhr

 

 

Begrüßung und Einstimmung durch die Präsidentin der Imago Gesellschaft Österreich, Mag.a Susanne Pointner

sowie kurzes Impulsreferat von Herrn Mag. Dr. Peter Stippl, zum Thema "Sinn - Beziehung - Beziehungssinn" 

 

15.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Neue Wege in der Suchtbehandlung - Das Orpheusprogramm"

Vortragender: Univ-Prof. Dr. Michael Musalek 

Vortrag


Grundlage des Orpheus Programms ist ein individualisiertes, modulares  Behandlungskonzept, das ursprünglich für

Suchtkranke entwickelt wurde und später  dann auch für an Burn-out Leidende adaptiert wurde. Der Name des

Programmes stammt aus dem Mythos „Orpheus und die Sirenen“. Herzstück des Behandlungsprogramms ist die

Entwicklung, Entfaltung und das Nutzen von Ressourcen des Einzelnen, und hier im Besonderen der ästhetischen und

optativen, also der Ressourcen des Schönen und des Möglichen, um das Leben mit soviel Schönem aufzuladen, dass

das Suchtmittel an Attraktivität soweit verliert, dass es im Idealfall sogar zum gerne zu vermeidenden Störfaktor wird.

 

In Grundmodulen zur Aufmerksamkeits- und Achtsamkeitsförderung und weiterführenden Modulen zur

Körperwahrnehmung, zum Naturerleben, zur Kreativitätsentwicklung in Handwerk, bildnerischem Gestalten ,

Tanz und Musik und zur philosophischen Lebensreflexion bis hin zum Genussentfaltungsmodul werden in einem

dialogischen Prozess vom therapeutischen Team  gemeinsam mit den Patienten Spielräume und Atmosphären

geschaffen, die es dem Einzelnen dann  ermöglichen, als oberstes Behandlungsziel ein weitgehend autonomes

und möglichst freudvollen Lebens zu erreichen.

 

16.00 Uhr

 

Anschließende Diskussion

 

16.30 Uhr

 

Kaffeepause

 

17.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Sex - Die Droge, die Befriedigung und mehr verspricht"

Vortragende: Dipl.-Psych. Andrea Schaal

Vortrag

 

Sex - ob real oder virtuell durch Porno - löst einen Sturm im Gehirn aus. Soviel Gutes will man nicht einfach wieder so

hergeben. Und wie bei allem, was dem Gehirn eine Superstimulation verspricht, lauert der Suchtfaktor direkt unter der

Oberfläche. Der Transfer von Freude, Bestätigung und Wohlgefühl findet schleichend vom Partner*in auf das Objekt

der schnellen sexuellen Befriedigung statt. 

 

Die Fähigkeiten, die wir normalerweise benötigen, um einem/einer Liebespartner*in sexuell näher zu kommen - werden

hier nur rudimentär benötigt. Und was nur rudimentär gelebt wird, verkümmert. Die Notwendigkeit, eine Beziehung

aktiv zu gestalten und zwar so, dass ein anderer Mensch Lust und Freude verspürt bei uns zu sein, schwindet. Der

Kontakt zum Liebespartner verändert sich oder versiegt gar. Sex mit Fremden, mit Sexpuppen oder der Konsum von

Pornographie führen zur Entmenschlichung und Entwürdigung von Sex. Das verändert das Individuum, unsere Beziehungen

und unsere Gesellschaft. 

 

18.00 Uhr

 

Anschließende Diskussion

 

18.30 Uhr  

 

Pause

 

19.00 Uhr

 

Führung am Biogut der Familie Retter und anschließendes Abendessen

 

Samstag, 09. Mai 2020

09:30 Uhr-

17.00 Uhr

ZWEI PARALLELE WORKSHOPS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Workshop 1:

"What is an addiction really?  Imago Relationship Therapy and Addictions - The Rationale, the Relevance and the Relationship"

Workshopleiterin: Maureen Brine

Workshopsprache: Englisch (ohne Übersetzung!)

 

- Imago sees all Addictions as connectional disorders

- Imago is a comprehensive theory that addresses & treats attachment wounds

- Imago is relevant because it establishes relationship as central to recovery. Historically, treatment has focused on the

individual paradigm. It has been intra-psychic

- Imago is highly needed as it addresses a substantial unmet need within the addictions population. It’s timely – relational

paradigm is emerging into the consciousness of helping professionals

- Addictions research is clearly supporting the concept of relational paradigm & that couples who are treated together have

fewer relapses & more satisfying relationships in recovery

- Imago is on the cutting edge of advances in addiction treatment

 

Workshop 2:

"Sucht als Chance - Vom Überleben zum Leben. Utilisieren (Nutzbarmachen) der Überlebensmuster."

WorkshopleiterInnen: Dr.in Sabine und Roland Bösel 

Workshopsprache: Deutsch (ohne Übersetzung!)

 

 

Sowohl im individuellen Leben als auch in der Paarbeziehung helfen Süchte aller Art den Zustand auszuhalten, dass

ich meine Potenziale, meine Kreativität und Lebensenergie unterdrücke und mich selbst einschränke oder mich

eingeschränkt fühle.

 

Ziel des Workshops ist, den TherapeutInnen und BeraterInnen aufzuzeigen, wie sowohl die eigene Kreativität als

Begleiterin voll zum Einsatz kommt und die begleiteten Paare gleichzeitig angeleitet werden, sich selbst auf die

Schliche zu kommen und die eigenen Wachstumsschritte zu formulieren und umzusetzen. Dabei werden bekannte

Imago Methoden eingesetzt, wie auch verschiedene andere Psychotherapie-Methoden. Es werden diverse Ansätze

vorgezeigt, wie z. B. die Formen der Utilisation oder die von den Workshop-Leitern selbst entwickelten Techniken und

Dialoge. Dazu gehören z. B.:

 

- Nutzbarmachung von Irritationen, Ängsten, Blockaden – wie kann ich aus einem Problem unmittelbar und direkt eine

neue Entwicklung zu meiner Potenzialentfaltung kreieren?

- Gerade in Zusammenhang mit Süchten sind Rückfälle an der Tagesordnung. Wie kann ich sowohl die/den innere/n wie

auch äußere/n KritikerIn in Schach halten, vielleicht sogar nutzbar machen?

- Woran erkenne ich als BegleiterIn, dass das Paar sich Wachstumsschritte vornimmt, die nicht nur realistisch sind, sondern

auch das Potenzial fördern und dadurch die Wachstumsschritte im Alltag leicht umsetzbar sind.

- Einführung und Nutzbarmachung von Ressourcenpersonen sowohl reale als auch imaginierte in der Paarbegleitung.

- Wachstumsschritte in Töne, Körpergesten, Bewegungen bringen, im Vergleich zu den ursprünglich belastenden Situationen

und Verhalten zu den neugefundenen Wachstumsschritten und Verhaltensweisen, um damit eine Wahlmöglichkeit und

Entscheidungsbasis zu finden.

- Der Workshop ist so aufgebaut, dass sowohl Input von den Workshop-Leitern kommt als auch von TeilnehmerInnen und

genug Raum zum Üben und auch für Selbsterfahrung bleibt. Utilisieren bzw. Nutzbarmachen ist kein einsames sondern ein

gemeinsames Projekt! 

 

 

11.00 Uhr

 

Kaffeepause

 

 

11.30 Uhr

 

Fortsetzung der beiden Workshops

 

 

13.30 Uhr

 

Mittagessen

 

 

14.30 Uhr-

17:00 Uhr

 

 Fortsetzung der beiden Workshops

 

 

 

17.15 Uhr-

18.00 Uhr

 

 

Einführungsvortrag von Mag. Dr. Stefan Gatt und Helmut Andraschko zum morgigen Workshop "Reconnect -

Naturerfahrung als Mittel zur Suchtprävention"

Achtung: Nur für TeilnehmerInnen des Workshops!

 

 

 19.30 Uhr

 

 

 Abendessen und Kamingespräche

 

 

 

Sonntag, 10. Mai 2020

09:30 Uhr-

13.00 Uhr

 

DREI PARALLELE WORKSHOPS

 

 (Workshop 3 beginnt für Gruppe A bereits um 06.30 Uhr!)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Workshop 1:

Fortsetzung des Samstagsworkshops "What is an addiction really?  Imago Relationship Therapy and Addictions

- the Rationale, the Relevance and the Relationship"

Workshopleiterin: Maureen Brine

Workshopsprache: Englisch (ohne Übersetzung!)

 

Workshop 2:

"Theater als Spiegel der Therapiearbeit"

Workshopleiter: Florian Bösel 

Workshopsprache: Deutsch (ohne Übersetzung!)

 

Die Imago Therapie blickt über den Tellerrand. Dieser Workshop widmet sich der Versinnbildlichung von Themen aus dem

Psychotherapiealltag durch die Mittel und Übungen der Theaterpädagogik. Ziel ist es, Inspiration für die eigene Arbeit zu

schaffen. Da in einer Imago Therapiesitzung innen einiges an Bewegung entsteht, jedoch körperliche Aktivierung oft zu kurz

kommt, kann es für das Paar und die/den Therapeut*in selbst nützlich sein, sich durch andere Methoden aufzulockern und

auf den Dialog einzustimmen. Aber auch der eigentliche Zweck von Imago Therapie und Theaterspielen ist verwandt. 

"

"Ja" zu den Angeboten des Spielpartners sagen zu müssen, ist nur ein Aspekt. Die Theaterpädagogik liefert gruppendynamische

und persönlichkeitswirksame Methoden. Außerdem schärft sie das Auge für Ästhetik - und das Schöne am Partner zu erkennen,

kann bei krisengeschüttelten Paaren schon die halbe Miete sein. 

 

Workshop 3:

"Reconnect - Naturerfahrung als Mittel zur Suchtprävention"

Workshopleiter: Mag. Dr. Stefan Gatt und Helmut Andraschko

Workshopsprache: Deutsch (ohne Übersetzung!)

 

Achtung: Dieser Workshop startet für Gruppe A bereits um 06.00 Uhr mit einer Outdoor-Einheit bis 08.00 Uhr. Danach gibt es eine

Pause für Frühstück etc. 

 

Der Workshop besteht aus einem Selbsterfahrungs- und einem Umsetzungsteil

1. Selbsterfahrungsworkshop in zwei Gruppen:

Gruppe A: 06.00 bis 08.00 Uhr, danach Frühstücks-Morgenpause für Gruppe A bis 11.00 Uhr

Gruppe B: 08.30 bis 10.30 Uhr , danach Pause bis 11.00 Uhr

 

2. Umsetzungsworkshop von 11:00 bis 13.00 Uhr für Gruppe A und Gruppe B gemeinsam

 

Suchtpräventiver Nutzen entsteht durch die Verbindung mit der Natur. Indem wir uns als Teil von ihr verstehen,

haben wir die Gelegenheit, auf eine sehr direkte Art (wieder) Zugang zu uns selbst zu erlangen, zu unseren inneren 

Ressourcen, unserer Kraft und unserer Intuition. Mit Hilfe von bestimmten Übungen (im Workshop: Medizinwanderung

und Baumsolo) erfahren wir uns mit unseren Stärken und Grenzen. Die Natur steht uns als Spiegel und Lehrmeisterin

zur Verfügung. Über sie finden wir den Zugang zu uns selbst, unseren Ressourcen und unserer Größe.

 

Der Workshop zeigt Möglichkeiten eines alternativen Umgang mit dem Thema Sucht durch den Einsatz von Ritualen 

in der Natur. Eine Mischung aus intensiver Selbsterfahrung und Dialogarbeit, sowie der Erarbeitung von Einsatz-

möglichkeiten in der eigenen Arbeit als (Paar-)Therapeutin. 

 

 

13.00 Uhr-

13.30 Uhr

Closing der Tagung