Programm

Freitag, 23. April 2021

13.00 Uhr  

 

Start der Registrierung

       

14.00 Uhr

 

Eröffnung

 

14.30 Uhr

 

Grußbotschaft von Hedy Schleifer 

 

15.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Die Neurobiologie von Empathie und Mitgefühl und deren Plastizität"

Vortragende: Prof. Dr.in Tania Singer, Leiterin der Max Planck Forschungsgruppe Soziale Neurowissenschaften in Berlin

Vortrag & Diskussion

 

Durch die Entstehung der sozialen und der kontemplativen Neurowissenschaften sind in den letzten Jahrzehnten die Erforschung

von sozialer Kognition und Emotion wie der Empathie, der Perspektivenübernahme oder des Mitgefühls sowie deren Trainierbarkeit

möglich geworden. Ich werde das ReSource Projekt als ein 9-monatiges, säkulares mentales Trainingsprogramm vorstellen, in

dessen Verlauf der Effekt achtsamkeits- und mitgefühlsbasierter kontemplativer Praktiken an mehr als 300 Personen

wissenschaftlich untersucht wurde.

 

Können Achtsamkeit, soziale Kompetenzen sowie soziale Nähe und Kooperation kultiviert werden und wie äußern sich

trainingsbedingte Veränderungen im Gehirn, im subjektiven Erleben, in Gesundheit und im prosozialen Verhalten?

Ich werde zeigen, dass das Schulen von Aufmerksamkeit zu anderen plastischen Hirnveränderungen sowie Verhaltens-

veränderungen führt als z. B. das tägliche Praktizieren von Mitgefühl oder Perspektivenübernahme auf Selbst und Andere.

 

Zudem werde ich über die Effekte einer neuen Form des 10-minütigen Dialogs mit einem Partner als tägliche mentale Praxis und

dessen Auswirkung auf die Steigerung von sozialer Nähe und Verbundenheit berichten. Zuletzt werde ich diese Befunde kritisch in

Bezug auf die heutige Achtsamkeitsforschung besprechen und Ansätze für die Übertragung in die Gesellschaft und den klinischen

Alltag vorstellen.

 

16.30 Uhr

 

Kaffeepause

 

17.00 Uhr-

18.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3 parallele Workshops:

 

Workshop A

"Zurück zum Absender. Neue Techniken im Paardialog"

Workshop-Leiter: Roland Bösel

Workshop-Sprache: Deutsch

 

Mit einer interdisziplinären Sichtweise entstehen viele zusätzliche Möglichkeiten in der Anwendung des Paardialoges.

Das stärkt die Verbindung des Paares und schafft Entwicklungsmöglichkeiten im Sinne der Potenzialentfaltung, wenn das

Oszillieren zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unmittelbar im Paardialog gelingt. In Folge reflektiert das Paar

den Prozess auf drei Ebenen, auf der Ebene der eigenen Persönlichkeit, der Ebene der Partnerin/des Partners und des

gemeinsamen Beziehungstanzes.

 

Ziel ist es, anhand einer Live-Demo diese neuen Techniken vorzuzeigen, sich danach auch mit den Teilnehmer*nnen

auszutauschen und den einen oder anderen Impuls zu geben, um gemeinsam nach weiteren Entwicklungen beim

Paardialog zu suchen. 

 

 

Workshop B

"Couplehood and High Sensitivity. How the sensitivity of couple partners influences the couple dynamics

and  the outcome of Imago Therapy"

Workshop-Leiter: Dr. Charles Hershkowitz, MD

Workshop-Sprache: Englisch (ohne Übersetzung!)

 

  1. This Workshop introduces participants to how high sensitivity can be measured and allows them to explore their
    own sensitivity traits. This exploration may reveal how high sensitivity plays a strong role in participants' own
    couple life.
  2. There is some sharing among participants of the results of self-exploration.
  3. A brainstorming will be done to pool our learnings and insights about sensitivity, and to find ways together to apply
    these in our Imago work - including some special Imago Dialogues with clients about sensitivity differences.

 

Workshop C

"Emotionsregulation im Imago Dialog"

Workshop-Leiterin: Sibylle Wirth

Workshop-Sprache: Deutsch

 

Die Kraft von Imago sehe ich in der regulierenden und ko-regulierenden Wirkung des Spiegelns, Verstehens

und Einfühlens, unabhängig davon, wie der jeweilige inhaltliche Pfad des Dialogs vorgegeben oder aus dem Prozess

heraus entwickelt wird.

 

Die erfolgreiche...

  • Anwendung der Dialogbestandteile Wertschätzung, Spiegeln, Zusammenfassen, Verstehen, Einfühlen,
    abschließende Wertschätzung
  • und deren kontinuierlich containende Vermittlung durch den Begleiter/die Begleiterin führen im günstigen Fall zu
  • Regulierungen im Nervensystem aller Beteiligten

 

Eine gut regulierte Begleitperson schafft mit den Methoden von Imago einen haltgebenden Prozess für das Paar.

Ein/e gut regulierte Partner*in ist in sich selbst und für das Gegenüber sicher.

Wer ein sicheres Gegenüber hat, gewinnt selbst an Sicherheit: Es entsteht ein sich kontinuierlich verstärkendes

Sicherheit gebendes Netz als Basis für wesentliche Kommunikation.

 

Im Workshop möchte ich kurz die von Stephen Porges beschriebene „Neurozeption der inneren und äußeren Umgebung“

vermitteln, um diese Vorgänge und ihre Relevanz für die Imago Therapie auf der biopsychosozialen Ebene zu erläutern. Vor

diesem Hintergrund sollen das eigene Spektrum an Reaktivität erforscht und mögliche Regulationsmöglichkeiten durch

 

achtsames Wahrnehmen und Handeln als Prozessbegleiter*in erschlossen werden.

 

19.30 Uhr

 

Abendessen

 

Samstag, 24. April 2021

 

09:30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Die Imago Community im Gespräch. Der Communologue - Imago in der Gruppe erleben"

 

In diesem Angebot wollen wir allen Teilnehmer*innen der Imago Tage die Möglichkeit geben, sich zu fünf Themen auszutauschen

– und zwar in Form von fünf Communologuen. Der Communologue ist ein Imago Gruppendialog (abgeleitet von „community“

und „dialogue“), moderiert von einem/r Gruppenleiter*in. Die erste Runde beginnt mit einem einleitenden Satzanfang, den jede/r  

Teilnehmer*in vervollständigt, um dann eigene Ideen und Überlegungen zum jeweiligen Thema einzubringen. Alle haben für ihre

Beiträge gleich viel Zeit. Die Gruppenleitung spiegelt jeden Beitrag zusammenfassend. Es folgen dann zwei weitere Runden,

wobei auf das Gehörte eingegangen und das Thema weiter vertieft wird. Der Communologue kann u.a. für Konfliktlösungen,

in Teambuilding-Prozessen, für Ideenfindungen und Projektplanungen eingesetzt werden.

 

Zu jedem Thema können wir acht Plätze in einem inneren Kreis anbieten, in dem man sich aktiv einbringen kann. Weitere

InteressentInnen bilden dann einen äußeren Kreis und begleiten den Dialogprozess durch ihr Zuhören und ihre Präsenz.

 

Folgende fünf Themen bieten wir an:

 

Thema

Einleitender Satzanfang

Gruppenleitung

1. Die Kraft von Imago

Wo ich die Kraft von Imago besonders gespürt habe …

Eva Wessely

2. Die Zukunft von Imago in Österreich

Zu diesem Thema ist mir wichtig …

Johannes Holler

3. Erfahrungen mit Übertragungsphänomenen in der Paarbegleitung

Meine Erfahrungen im Umgang mit Übertragungsphänomenen in der Paarbegleitung sind...

Evelin Brehm

4. Imago in Organisationen

Chancen und Herausforderungen für Imago in Organisationen sehe ich …

Manuela Baierl

5. Imago in der Familienarbeit

Imago in Familien bedeutet für mich …

Lea Simone Bogner

 

Sobald Sie sich online für die Imago Tage angemeldet haben, erhalten Sie einen Link zur Anmeldung für den

Communologue. 

 

11.00 Uhr

 

Kaffeepause

 

 

11.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Imago in Unternehmen - ein Instrument mit enormem Potenzial!" 

Vortragender: Dr. Martin Sailer

Vortrag & Diskussion

 

Imago kann auch Beziehungen im beruflichen Bereich in Richtung eines tieferen Verständnisses entwickeln.

Zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter*innen, innerhalb von Teams und mit externen Geschäftspartner*innen kann

die Zusammenarbeit deutlich verbessert werden, wenn die Kommunikation nicht nur auf der Symbol- sondern auf der

Bedürfnisebene stattfindet. In der Frauenthal-Gruppe wurden mit Führungskräften jeweils 9-monatige Imago-Trainings

mit Workshops und Coachings durchgeführt. Auch der „Communologue“ kam zum Einsatz. Die Ergebnisse dieses im

Bereich Führungskräfteentwicklung innovativen Ansatzes sind ermutigend. Durch Anpassung des Imago-Instrumentariums

(z.B. Dialogthemen und -leitfäden, Satzanfänge etc.) an das betriebliche Setting kann die Akzeptanz und Wirksamkeit

sichergestellt werden. Dafür ist noch Entwicklungsarbeit zu leisten. Weiters ist für die nachhaltige Wirksamkeit die 

„Institutionalisierung“ von Imago zu lösen: welche Personen/Ressourcen sollen Imago im Unternehmen etablieren.

Das Potenzial ist enorm: Topmanager und HR-Experten erkennen zunehmend, dass die Qualität von Beziehungen und

Kommunikation im Unternehmen einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil darstellt. Für Imago-Professionals kann sich hier

ein hochinteressantes neues Betätigungsfeld ergeben. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, wie dies basierend auf

den Erfahrungen aus dem Experiment bei Frauenthal gelingen kann.

 

 

 

13.00 Uhr

 

Mittagessen

 

 

14.30 Uhr-

16.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Drei parallele Workshops:

 

Workshop D

"Die Kraft von Imago in der Pädagogik"

Workshop-Leiter*innen: Ilka Wiegrefe und Viktor Bauernfeind

Workshop-Sprache: Deutsch

 

 

Während es reines Glück oder Unglück ist, in welche Umgebung wir geboren werden, darf es kein Glück oder Unglück sein,

wie wir im professionellen, pädagogischen Raum von Kindergarten und Schule 11 bis 16 Jahre lang behandelt werden.

Wir sind der Überzeugung, dass psychosozial gesunde Bildung Selbstverständlichkeit sein muss und dass die Expertise

hierzu Teil des Bildungsberufs ist. Denn erst in einer sicheren, wertschätzenden Umgebung können Menschen ihr gesamtes

Potential entwickeln. Imago ist hierzu ein wunderbares Tool. Die Kraft von Imago bringt Kinder- wie auch Pädagog*innen-Augen

und -Herzen zum Erstrahlen. Lassen Sie sich in unsere Welt von „Imago in der Pädagogik“ entführen.

 

 

Workshop E

"Imago Kraft und Self-Empowerment: Partizipatives Videotraining. Auf spielerische Weise Selbstbewusstsein und

Selbstwert stärken - vor und hinter der Kamera. Mit Elementen aus der Imago Arbeit und dem Participatory Video

Training for Social Change (PVT)"

Workshop-Leiterin: Ursula Sova

Workshop-Sprache: Deutsch

 

 

Fällt es Ihnen leicht, über sich selbst etwas Gutes zu sagen? Wie oft schauen Sie in den Spiegel und sagen freundlich

zu Ihrem Spiegelbild, dass Sie mit sich zufrieden sind? Wie leicht ist es für Sie, Lob und Anerkennung von anderen

anzunehmen?

 

In diesem Workshop begleite ich Sie dabei, sich selbst mehr zu mögen. Wir üben auf unterhaltsame Weise, wie Sie sich

selbst Wertschätzung geben können. Im Mittelpunkt steht die lustvolle Vermittlung Ihrer Stärken und die positive

Gestaltung Ihres Auftritts. Sie lernen durch Ausprobieren. Mit Elementen aus der Imago-Beziehungsarbeit.

 

Das Training ist eine Möglichkeit auszuprobieren, für ein paar Momente im Mittelpunkt zu stehen, frei nach dem

Motto „Hallo, hier bin ich so wie ich bin.“

 

Ziele dieses Workshops sind:

·       Selbst-Empowerment

·       Sich selbst gegenüber Wertschätzung ausdrücken

·       Selbst- und Fremdbild miteinander in Einklang bringen

·       Selbstausdruck und Selbstbewusstsein steigern

 

·       Das eigene Bild durch die Kamera neu kennen und mögen lernen

 

  

Workshop F

"Resilience in Imago Couple Therapy"

Workshop-Leiterin: Maya Kollman

Workshop-Sprache: Englisch (ohne Übersetzung!)

 

In these challenging times we need many resources to help us. Research tells us that people who have healthy relationships

live longer and are more productive. In this workshop we will explore a key element of a healthy relationship - resilience; what

it means to be resilient  and how to help couples gain this quality.  I will share my experience of using specific dialogues

with the Imago structure to help build the understanding needed to bridge the differences that divide couples. I will show

how to foster the idea of resilience throughout the whole session - from appreciations, centering, and the use of specific

sentence stems, to  appropriate psycho ed,  practicing new learnings, and motivational and inspiring wrap-up. We all need to

become advocates for resilient love in these troubled times of division and hatred. 

 

 

18.30 Uhr

 

Abendessen

 

 

 20.00 Uhr

 

Sektempfang und Ehrungen, anschließend Disco

 

 

Sonntag, 25. April 2021

09:30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Generationen im Dialog"

Vortragende: Davine und Dr.med. Lars Bonowski

Vortrag & Diskussion

 

….was passiert, wenn das Vertrauen in die Liebe größer ist als die Angst…..

 

Wenn Generationen miteinander dialogisieren, kann dies eine Tür öffnen, hinter der eine heilsame Integration von

Bedürfnissen stattfinden kann. Welchen Einfluss haben neue Lernerfahrungen auf neuronale Netzwerke in den

emotionsverarbeitenden und assoziierten Zentren? Neben einer Reise durch unser „Herzgehirn“ möchten wir unsere

Eindrücke mit Ihnen teilen, die sich im Hinblick auf zurück gewonnene Potentiale und Ressourcen ergeben. Wie verändern

sich die Kommunikation und das Leben von Eltern mit ihren Töchtern und Söhnen, wenn ein neues Kapitel in dem gemeinsamen

Buch geschrieben wird?

 

Wir möchten auf dem Weg der Generationen kreativ die Essenz dieser Momente spürbar machen.

 

 

11.00 Uhr

 

Kaffeepause

 

 

11.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Wann und warum hilft Imago in der Paartherapie? Der aktuelle Stand der Forschung."

Vortragende: Mag. (FH) Klaus Brehm und Dr.in Michaela Mayer, BEd BSc MA

Vortrag & Diskussion

 

Die Imagotheorie verspricht verzweifelten, in Machtkämpfen verstrickten Paaren einiges: Heilung und Wachstum,

eine bewusste Beziehung, gemeinsames Glück und das Erleben der wahre Liebe. Und das alles mit dem selben

Partner, derselben Partnerin!

 

Für viele Paare hat sich dieses Versprechen manchmal mehr, manchmal weniger erfüllt. Andere Paare sind trotz

guter Absicht an solch hochgesteckten Zielen gescheitert oder waren von ihren persönlichen Voraussetzungen her

gar nicht in der Lage, sie zu erreichen. Stellt sich also die Frage: Wann und warum hilft Imago oder wann ist eine

Paartherapie erfolgreich? Und welche Rolle spielt dabei die Beziehung zum Therapeuten, zur Therapeutin?

 

Dazu gibt es international inzwischen einiges an gut evaluierten Untersuchungen. In diesem Vortrag möchte ich einen

Überblick über den aktuellen Stand der Forschung über die Wirksamkeit der Imago Paartherapie geben. Dabei werde

ich mich auf zwei Schwerpunkte konzentrieren:

- Wie steht es aktuell um die Anerkennung der Imago Paartherapie als „Evidence-Based Therapy" nach APA Kriterien? Was

genau wird untersucht und wie ist dabei die Vorgehensweise?

- Vor einigen Jahren haben mehrere Workshoppresenter*innen eine groß angelegte Untersuchung zur Wirksamkeit von

Imago-Paarworkshops in Österreich durchgeführt. Michaela Mayer, eine Absolventin der Sigmund-Freud Privatuniversität

in Linz, hat im Rahmen einer Forschungsarbeit diese Untersuchung noch einmal neu evaluiert und wird ihre Ergebnisse

im Rahmen dieses Vortrags präsentieren.

 

 

 

13.00 Uhr-

14.00 Uhr

Closing der Tagung mit Maya Kollman