Programm Imago Tage 2023

 

HINWEIS: Pre Conference-WORKSHOP "The 15 Commitments" MIT MAYA KOLLMAN, 03. - 04. MAI 2023 - Mehr Infos finden Sie Hier. 

 

Freitag, 05. Mai 2023

13.00 Uhr  

 

Start der Registrierung

       

14.00 Uhr

 

Eröffnung

 

14.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Sexarme und sexlose Beziehungen – Die Wiederentdeckung der Lust”

Vortragende: Dr. Tammy Nelson (USA)

Vortrag & Diskussion

Sprache: Englisch (mit Dolmetschung ins Deutsche)

 

Lustlosigkeit bzw. Lustdiskrepanz stehen an erster Stelle der Beweggründe von Paaren, eine Sexualtherapie in

Anspruch zu nehmen. Das Thema geringe oder ungleiche Libido kann eine therapeutische Herausforderung darstellen,

da die Hintergründe systemischer Natur sein können und die Therapie möglicherweise nicht mit einer einzigen Sitzung

bzw. mit Übungen für zu Hause abgeschlossen ist. Ursache von Libidoproblemen können Beziehungsprobleme, anatomische
Einschränkungen, Medikamente, Krankheiten, Stress, Erschöpfung, Orgasmusstörung, Leistungsstörungen oder einfach

schlechter Sex sein. Es ist nicht pathologisch, enttäuschenden Sex zu vermeiden, es kann sogar ein Zeichen guten

Urteilsvermögens sein. In diesem Vortrag konzentriert sich Tammy Nelson auf jene Paare, die zur Therapie kommen und wenig

oder keinen Sex haben, und beleuchtet, warum aktuelle Therapiemethoden möglicherweise nicht zielführend sind. Sie wird

auf drei klinische Phasen bei unterschiedlichem Lustempfinden in Beziehungen eingehen:

  1. das Krisenstadium von Groll, Untreue und Trauma, einschließlich Affären,
  2. die Integration der Heilung von Luststörungen sowie
  3. das Schaffen einer Vision für die Beziehung, die die Heilung der Erotik und eine aktualisierte Treuevereinbarung
    miteinschließt.

Im Rahmen dieser drei Phasen gibt es Interventionen und Werkzeuge zur Steigerung der Lust und Verminderung der Angst
in Verbindung mit Sex.  

 

Lernziele

  • Bewusstsein, dass Lustprobleme bei Paaren eigentlich auf Widerstand gegen, Vermeidung bzw. Ablehnung von Genuss
    zurückzuführen sind und inwiefern Kontroll-, Treue-, Vertrauens- und Identitätsthemen die Erotik in sexuellen
    Partnerschaften beeinflussen.
  • Definition der neuesten therapeutischen Interventionen für Erregungsstörungen, Lustprobleme, Heilung nach
    Außenbeziehungen und Traumabehandlung in der Sexual- und Paartherapie.
  • Erforschung der Termini Heilung der Erotik, sexuelle Empathie, Treuevereinbarungen und Erörterung zentraler
    Interventionen zur Erneuerung von Beziehungen mit geringem oder keinem sexuellen Verlangen durch Strategien zur
    Wiederentdeckung der Lust für lustlose oder lustarme Beziehungen.

Die Teilnahme an diesem Vortrag ist anrechenbar für die „certified sex and couples therapist”-Ausbildung des Integrative Sex
Therapy Institute sowie des von AASECT angebotenen Zertifikats „certified sex therapist“.

 

16.00 Uhr

 

Kaffeepause

 

16.30 Uhr-

18.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3 parallele Workshops:

 

Workshop A

"Low-Sex and Sexless Couples - The Rediscovery of Pleasure"

Workshop-Leiterin: Dr. Tammy Nelson (USA)

Workshop-Sprache: englisch (ohne Dolmetschung ins Deutsche)

 

How much sex is too much, and how much is not enough? This workshop will uncover where lack of desire originates in
sexless and low-sex couples and how to treat desire discrepancy using contemporary interventions and treatment models.
Through real case studies, we’ll focus on three areas that are often at the root of low- or no-sex marriages—pleasure
resistance, pleasure avoidance, and pleasure rejection—and the most effective strategies to help couples achieve sexual
empathy and long-term erotic recovery. You’ll discover:

  • Techniques to work with couples around desire vs. arousal and performance vs. pleasure
  • The ins and outs of helping couples create monogamy agreements and other interventions for renewing low- and
    no-desire relationships
  • How attachment-based vs. individuation-based approaches compare when treating sexual dysfunction in couples
  • Clinical strategies for healing arousal dysfunction, renewing and rekindling desire, and integrating a trauma model
    into your work
  • How to address the three areas of pleasure disorder, and why they often involve issues around betrayal, trust, identity,
    and self-esteem

 

Learning Objectives:

  1. Apply techniques to work with couples around desire vs. arousal and performance vs. pleasure.
  2. Assess the ins and outs of helping couples create monogamy agreements and other interventions for renewing
    low- and no-desire relationships.
  3. Describe how attachment-based vs. individuation-based approaches compare when treating sexual dysfunction
    in couples.
  4. Use clinical strategies for healing arousal dysfunction, renewing and rekindling desire, and integrating a trauma model
    into your work.
  5. Describe how to address the three areas of pleasure disorder, and why they often involve issues around betrayal, trust,
    identity, and self-esteem.

Note:  This course includes AASECT CEs that can be applied toward the Certified Sex Therapist designation, as well as
CEs toward the ISTI Certified Sex and Couples Therapist certification.
For more information see www.IntegrativeSextherapyInstitute.com.

 

 

Workshop B

„Dialog in und rund ums Bett. Let's talk about Sex, Baby."

Workshop-Leiterin: Eva Wessely (AUT)

Workshop-Sprache: Deutsch (ohne Dolmetschung ins Englische)

 

Wie sage ich, was ich will, wenn ich nicht weiß, was ich brauche?

Oft braucht es erst einmal Klarheit über das Was und Wie. Mit dem eigenen Partner über sexuelle Vorlieben zu sprechen,

gar über sexuelle Fantasien, fällt oft schwerer als der Austausch mit Freunden oder Freundinnen. 

 

Dieser Workshop lädt zu einer Entdeckungsreise auf unterschiedlichen Ebenen - verbal, nonverbal & sinnlich. Eva Wessely

möchte Sie zum Experimentieren einladen, den eigenen erotischen Raum erkunden, über sexuelle Fantasien sprechen

und Körperlandschaften neu entdecken lernen. Natürlich auch, wie Sie all dies im eigenen Leben nutzen könnten.

Lassen Sie sich überraschen und verführen.

 

 

Workshop C

"Neosexualitäten. Kultureller Wandel von Sexualitäten und Beziehungsformen"

Mag. Johannes Wahala (AUT)

Workshop-Sprache: Deutsch (ohne Dolmetschung ins Englische)

 

Vier Diskurse bestimmen die heutigen sexuellen Verhältnisse in den westlichen Industriegesellschaften: Der liberale Diskurs

der 1960er und 1970er Jahre, der sexuelle Tabus hinwegfegte. Der Selbstbestimmungsdiskurs der 1980er Jahre, der den

freien Liebesmarkt, entstanden durch die Liberalisierung, zivilisierte. Der Diskurs um den Primat der Heterosexualität der

1980er und 1990er Jahre, der dazu führte, dass im ICD-10 Homosexualität als Diagnose einer psychosexuellen Störung

ersatzlos gestrichen wurde. Der heutige Genderdiskurs, der die traditionelle Zweiteilung der Geschlechter infrage stellt,

die Vielfalt von Geschlechtsidentitäten reflektiert und das Konstrukt der Zweigeschlechtlichkeit dekonstruiert.

 

Dies führte – wie der renommierte Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch es nennt – zur „Neosexuellen Revolution“, in der eine

Vielfalt von sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten Realität geworden ist, die zu einer Vielfalt von sexuellen

Erlebniswelten sowie zu einer Vielfalt von Partnerschafts- und Familienformen führte.

 

 

In diesem Workshop geht es um eine Sensibilisierung für die Vielfalt von sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten sowie

um die lebensspezifischen Themen von LGBTIQ*-Personen. Es geht um Bereitschaft zur Reflexion hinsichtlich der eigenen

hetero- oder homo- oder cis-normativen Prägungen und Vorannahmen sowie um eine Betrachtungsweise von Geschlecht,

welche über ein Konstrukt von Zweigeschlechtlichkeit hinausweist.

 

Samstag, 06. Mai 2023

 

09:00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Die Imago Community im Gespräch. Der Communologue - Imago in der Gruppe erleben"

Mit diesem Angebot wollen wir allen Teilnehmer*innen der Imago Tage die Möglichkeit geben, sich zu vier Themen auszutauschen

– und zwar in Form von vier Communologuen. Der Communologue ist ein Imago Gruppendialog (abgeleitet von „community“

und „dialogue“), moderiert von einem/r Gruppenleiter*in. Die erste Runde beginnt mit einem einleitenden Satzanfang, den jede/r  

Teilnehmer*in vervollständigt, um dann eigene Ideen und Überlegungen zum jeweiligen Thema einzubringen. Alle haben für ihre

Beiträge gleich viel Zeit. Die Gruppenleitung spiegelt jeden Beitrag zusammenfassend. Es folgen dann zwei weitere Runden,

wobei auf das Gehörte eingegangen und das Thema weiter vertieft wird. Der Communologue kann u.a. für Konfliktlösungen,

in Teambuilding-Prozessen, für Ideenfindungen und Projektplanungen eingesetzt werden.

 

Zu jedem Thema können wir acht Plätze in einem inneren Kreis anbieten, in dem man sich aktiv einbringen kann. Weitere

Interessent*innen bilden dann einen äußeren Kreis und begleiten den Dialogprozess durch ihr Zuhören und ihre Präsenz.

 

Folgende vier Themen bieten wir an:

  1. Die Arbeit mit Affärenpaaren
  2. Sexualität - von der Wiege bis zur Bahre
  3. Polyamorie in Paarbeziehungen (in englischer Sprache ohne Dolmetschung)
  4. Konfliktthema Sex 
 

10.30 Uhr

 

Kaffeepause

 

 

11.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Sexuality is a way of being” (A. Lowen). 

Lebendige, authentische Sexualität in Paarbeziehungen – wie kann das gelingen?“

Vortragende: Mag.a Elisabeth Gatt-Iro und Mag. Dr. Stefan Gatt (AUT)

Vortrag & Diskussion

Sprache: Deutsch (mit Dolmetschung ins Englische)

 

Innige, liebe- und lustvolle Sexualität auch nach der romantischen Phase miteinander zu leben, ist eine große Sehnsucht
vieler Paare und gleichzeitig eine der größten Herausforderungen in langjährigen Beziehungen. Bleiben Paare an diesem
Thema konsequent dran, kommen sie dadurch mit ihrer Verletzlichkeit, alten Wunden und ausweglos erscheinenden
Sackgassen in Kontakt. Stellen sie sich diesem Wagnis des gemeinsamen Weges durch so manche Hölle, werden sie
letztendlich mit inniger, liebevoller, körperlicher Verbindung belohnt, die ihnen ermöglicht, individuell und gemeinsam
zu erblühen und ihr Potenzial zu leben.

 

Elisabeth Gatt-Iro und Stefan Gatt sprechen in ihrem Vortrag, untermauert durch verschiedene theoretische und praktische
Konzepte, über den Zusammenhang von tiefer Sehnsucht und großer Angst, wie wir durch frühe Beschämung im späteren
Leben und in der Beziehung unsere Lebendigkeit sabotieren, wie wenig wachstumsfördernd Komfortzonen und Bedürftigkeit
sind und was das alles mit unserem besten Selbst und unserer authentischen Lebendigkeit zu tun hat. Denn ganz nach dem
Zitat von Alexander Lowen „Sexuality is not a part time activity, but a way of being” möchten sie ihr Publikum zu dem einen
oder anderen „Mutausbruch“ inspirieren. Voraussetzung dafür ist das Vertrauen in sich selbst und den eigenen Körper sowie
sich der liebsten Person zuzumuten, mit dieser Konflikte auszutragen, um letztendlich miteinander zu wachsen und zu erblühen.

 

 

12.30 Uhr

 

Mittagessen im Kardinal König Haus

 

 

14.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Der Liebe lauschen mit Slow Sex"

Vortragende: Yella Cremer (GER)

Vortrag & Diskussion

Sprache: Deutsch (mit Dolmetschung ins Englische)

 

Slow Sex kann Stunden dauern, Nähe und Vertrauen schaffen, die Seele nähren. Er braucht nicht die richtige Stimmung, ist
immer gut, ermöglicht spirituelle Erfahrungen, stärkt monogame Beziehungen, ist entspannt, stressfrei und braucht keine
Erektion. Und nicht nur das: Slow Sex ist eine notwendige Fähigkeit, um als Paar langfristig sexuell glücklich zu sein,
ist Yella Cremer überzeugt.

 

Slow Sex ermöglicht, Sexualität als Lebenskraft in das tägliche Leben zu holen, einen Weg zu lernen, regelmäßig erfüllten Sex
zu haben. Und das alles ganz leicht, ohne das ganze Leben auf den Kopf zu stellen, jahrelange Übungen zu machen oder
Tantrameister*in werden zu müssen. Slow Sex ist ein Ausweg aus der sexuellen Matrix von "höher, schneller, weiter" hin zu

mehr Empfindungen und Bewusstsein, er verändert Beziehung und Liebesleben grundlegend. Er bringt Achtsamkeit und

Leichtigkeit in die sexuelle Verbindung. Guter Sex ist kein Zufall, sondern eine Entscheidung. Und er lässt sich lernen und üben.

 

Viele Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass Sex am Anfang einer Beziehung aufregend und phantasievoll ist und im

Laufe der Zeit langsam weniger wird und oft ganz aufhört. Dann kommen die Zweifel: Mache ich etwas falsch? Ist es der

falsche Partner? Was wäre, wenn nicht wir falsch sind, sondern die Art, wie wir über Sex denken? Wir erwarten, dass Sex

einfach „funktioniert“, weil wir den anderen lieben und gerne guten Sex haben wollen. Was, wenn wir Sex lernen würden,

wie eine neue Sprache, ein Musikinstrument?

 

„Nähe entsteht von allein, wenn beide ganz im Moment sind. Präsenz als Haltung ist das Schlüsselelement im Slow Sex,

verbunden mit Entspannung, um dem Körper überhaupt zu ermöglichen, sensibel zu werden.“ sagt Yella Cremer.

In diesem Vortrag werden die grundlegenden Prinzipien hinter Slow Sex erläutert. Der später stattfindende Workshop

gibt Einblick in praktische Aspekte von Lernen und Verlernen von Gewohnheiten für Slow Sex.

 

 

15.30 Uhr

 

Kaffeepause

 

 

16.00 Uhr-

18.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Drei parallele Workshops:

 

Workshop D

"Sexuality is a way of being (A. Lowen)"

Workshop-Leiter*innen: Mag.a Elisabeth Gatt-Iro und Mag. Dr. Stefan Gatt

Sprache: Deutsch (ohne Dolmetschung ins Englische)

 

Aufbauend auf den Inhalten ihres Vortrages werden die Vortragenden bei ihrem Workshop einen besonderen Schwerpunkt

auf Lebendigkeit, verkörperte Präsenz und Sexualität legen. Durch Dialoge, Körperübungen und Meditation richten wir

unseren Fokus auf unseren Körper, seine intuitive Weisheit und erforschen das, was sich dem in den Weg stellt. Dadurch

wird es Schritt für Schritt möglich, jene Sexualität mit sich selbst oder in Beziehung zu erleben, nach der frau:mann sich sehnt. 

 

 

Workshop E

"Slow Sex lernen: ein Weg zu mehr Intimität und Verbindung"

Workshop-Leiterin: Yella Cremer

Sprache: Deutsch (ohne Dolmetschung ins Englische)

 

In diesem Workshop werden - aufbauend auf die Inhalte des Vortrags von Yella Cremer (mit einer kurzen Wiederholung) - die

praktischen Aspekte von Lernen und Verlernen von neuen Gewohnheiten erläutert, einzelne Lernschritte, als auch

praktische Übungen für Paare werden vorgestellt.

 

 

Workshop F

 „What is Intimacy?“

Workshop-Leiterin: Maya Kollman, MA (USA)

Sprache: Englisch (ohne Dolmetschung ins Deutsche)

 

This conference is about Imago and Sex. Does intimacy have to include sex, or is the tenderness of a gaze or a deep

conversation what describes what you experience as intimacy? Is it both? Are there other ways to explore intimacy? 

Is the cultural pressure to be sexual helping us our hurting us? Is sex overrated? Is our cultural hyper focus on sex a first

world problem? Is sex self absorption and personal pleasure at a high level at a time when we need to be less focused

on ourselves and more conscious of what the world needs from us - OR - is it a vehicle to help us be more connected with

ourselves so we have the energy to contribute?

 

In this Workshop, Maya will explore what it means for you to be truly intimate with another person. This will be a unique time

for you to do some deep reflection. She will also explore what intimacy means through the life of a person, whether one chooses

a single life, having serial monogamous relationships, multiple partners at the same time, living in a longterm relationship, or

continuing to be intimate at an older age even after the loss of a partner. In addition to you having a chance to explore your own

idea of intimacy, Maya will present ways to work with couples to help them understand their different experience of closeness

and find a way to meet one another that is both satisfying and growth producing.

 

 

ab 18.00 Uhr

 

Ehrungen im Rahmen eines Sektempfangs mit Fingerfood-Buffet

 

 

Sonntag, 07. Mai 2023

09:30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Juwel statt Moral - Die neue Freiheit, treu zu sein"

Vortragende: Dr.in Sabine und Roland Bösel

Vortrag & Diskussion

Sprache: Deutsch (mit Dolmetschung ins Englische)

 

Ist jemand heute von gestern, wer Sex als Sache zwischen zwei Personen sieht? Exklusive Intimität, gerne "Treue" genannt,

ist alt. Ist sie zugleich eine neue Gegenbewegung zu in Mode gekommenen polyamoren Lebensentwürfen, die für die einen

Freiheit und für andere einen zerstörerischen Kompromiss bedeuten? Das Novum liegt darin, dass in unserer Zeit nicht

mehr die Kirche, die Familientradition oder die Nachbarn das letzte Wort in Sachen Treue haben - sondern das Paar.

Womit die Exklusivität intimer Beziehungen zu einem freiwillig gegebenen Geschenk an sich selbst und an den Partner,

die Partnerin wird. Zu einem Geschenk, das sich gerade in einer liberalisierten Gesellschaft als stabilisierender Schatz,

als Glücksgut für Beziehungen erweist. 

 

 

11.00 Uhr

 

Kaffeepause

 

 

11.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Liebe & Sexualität. Eine Spurensuche"

Vortragende: Dr.in Bettina Fraisl

Vortrag & Diskussion

Sprache: Deutsch (mit Dolmetschung ins Englische)

 

Paare wünschen sich Verbindung und Leidenschaft. Dabei sind in längeren Beziehungen Herausforderungen im Bereich
der Sexualität ein Zeichen ‚normaler‘, d.h. gesunder Prozesse. Wie in anderen Bereichen zeigt sich die Beziehungsdynamik

auch in der körperlichen Begegnung eines Paares. Der Umgang damit und ein Sprechen darüber entscheiden mit über den

weiteren Beziehungsverlauf.

 

Doch häufig ist das Sprechen über Sexualität ein hürdenreiches Unterfangen: Was nehme ich wahr, von mir, von meinem

Gegenüber? Was kann ich spüren, was davon in Worte fassen, was meinem Gegenüber zumuten?

Was nährt meine Sehnsucht nach körperlicher Nähe, was hemmt sie? Worauf habe ich Lust, wenn ich Lust habe?

Was hat es mit sexueller Lustlosigkeit auf sich, und wieso geht sie in heterosexuellen Beziehungen mehrheitlich

von Frauen aus? Auf der Suche nach Antworten auf Fragen wie diese tauchen weitere auf:

Wie ist Sexualität in unseren Köpfen üblicherweise beschaffen? Reagiert der Kopf auf den Körper oder der Körper

auf den Kopf? Was haben wissenschaftliche Erkenntnisse, was gesellschaftliche Zuschreibungen und Gegebenheiten

damit zu tun? Eine Einladung zur Spurensuche.

 

 

13.00 Uhr

 

Closing der Tagung mit Maya Kollman