Programm

Freitag, 04. Mai 2018

13.00 Uhr  

 

Registrierung 

       

14.00 Uhr

 

 

Begrüßung und Einstimmung durch Mag.a Susanne Pointner und Univ. Prof. Dr. Dr. h.c.mul. Alfred Pritz mit

Blitzlichern vom Weltkongress für Psychotherapie 2017 "Life and Love in the 21st Century"

 

14.30 Uhr

 

Begrüßung unserer KooperationspartnerInnen

 

14.45 Uhr

 

Pause

 

15.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel: Die Steigerung der Geschwindigkeit der menschlichen Entwicklung als Herausforderung in Paarbeziehungen.

Referent: Mag. Dr. Peter Stippl

Vortrag

 

Die Geschwindigkeit, mit der sich die Menschheit in der westlichen Welt in den unterschiedlichsten Bereichen des Lebens

entwickelt, stellt eine enorme Herausforderung für den Einzelnen und noch mehr für Paare dar. ‚Speed kills‘, lautet eine

Feststellung dazu. Die Herausforderungen stellen sich im biologischen, psychischen und sozialen Lebensbereich und

werden deshalb an Hand des Bio-Psycho-Sozialen-Modells analysiert. Indem die Herausforderungen bewusst gemacht

und in ihrer Ursache und Auswirkung erkannt werden, können die Belastungen, die daraus entstehen, anerkannt und

mögliche Belastungsreaktionen als normale und gesunde Folgen bewertet werden. Wertschätzung für die Bewältigungs-

bemühungen einander entgegen zu bringen, ist ein erster Schritt zur Bewältigung. Was darüber hinaus als hilfreich erlebt

wird und das Meistern der Herausforderungen unterstützt, wird von mir anhand von konkreten Beispielen aus

unterschiedlichen Lebensbereichen vorgestellt.  

 

16.00 Uhr

 

Kaffeepause

 

16.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel: Wie wir lieben werden - Zukunftsdenker Matthias Horx über die Welt der Beziehungen von heute und morgen

Referent: Matthias Horx

Vortrag

 

Wie wandelt sich unsere heutige Partnerschafts- und Familienkultur?

Stirbt die Liebe, weil Egoismus, Narzissmus und Hedonismus einen triumphalen Sieg davontragenund wir uns nicht mehr

binden wollen oder können? Oder lernt unsere Kultur unter den Bedingungen der Beschleunigung, Individualisierung und

Globalisierung nicht vielmehr eine reichere und mannigfaltigere Liebeskunst? Hat die Familie als Träger der Fortpflanzungs-

funktion abgedankt, oder kehren die alten Familien-, Ehe- und Rollenbilder am Ende durch die Hintertür zurück? Wie sehen

künftige Partnerschaften in der mobilen, individualisierten Gesellschaft aus?

 

Auf der Basis neuer Erkenntnisse von PsychologInnen, NeurologInnen und SozialwissenschaftlerInnen schildere ich, welche

Macht die Liebe über uns ausübt und was genau geschieht, wenn zwei Menschen ineinander verliebt sind, warum auch

Onlinepartnerbörsen das jahrtausendealte Spiel vom Suchen und Finden nicht völlig neu erfinden, in welchen sozialen

Strukturen wir uns aufgehoben fühlen, wo Facebook sich mit Jäger- und Sammlergemeinschaften berührt und welche

neuen Formen des Zusammenlebens sich gegenwärtig herausbilden.

 

18.00 Uhr

 

Pause

 

18.15 Uhr   

 

Ehrung der neuen und zertifizierten IGÖ-Mitglieder

 

19.00 Uhr

 

Sektempfang im Foyer der Sigmund-Freud-Universität. Mehr dazu finden Sie hier.

 

Samstag, 05. Mai 2018

09.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel: Selbstliebe als Grundlage von Beziehungskompetenz

Referent: Prim. Univ-Prof. Dr.med Dr. phil Michael Lehofer

Vortrag

 

Können Beziehungen an mangelnder Selbstliebe scheitern? Leider ja. Wir neigen in einem solchen Fall die Partnerschaft

mit unrealistischen, überhöhten Erwartungen zu überfrachten. Wir erwarten dann, dass der Partner (w/m) den Mangel an

Verbundenheit mit uns selbst kompensiert. Diese Erwartungen gründen aber in einer infantilen Bedürftigkeit. In Partner-

schaften können und müssen sehr wohl gegenseitig Bedürfnisse erfüllt werden. Bedürftig zu sein und Bedürfnisse zu haben

ist jedoch etwas entschieden Unterschiedliches. Der bedürftige Mensch in uns bleibt leider stets frustriert und verzweifelt.

Unrealistische Erwartungen entfalten eine sehr destruktive Macht in Beziehungen. Die ehrliche Zuwendung zu uns selbst

schafft erst die Grundlage für das, was man Beziehungsarbeit nennt.

 

10.30 Uhr

 

Kaffeepause

 

 

11.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel: Wächst Gras, wenn man an ihm zieht? Über die (Un-)Möglichkeit, Paare zu therapieren

ReferentInnen: Dr.in Sabine und Roland Bösel

Vortrag

 

Gibt es die Paar-"Therapie" überhaupt? Oder müssen wir von Paar-"Begleitung" sprechen? In unserem Vortrag gehen wir

der Frage nach, was es eigentlich genau ist, das wir PsychotherapeutInnen und -therapeuten tun. Ist "Begleitung" nicht eine

zu bescheidene Beschreibung? Vielleicht sind wir ja KlimaexpertInnen, weil es eine so zentrale Aufgabe ist, ein gutes Klima

zu schaffen, damit das Paar sich auf einen Entwicklungsprozess einlassen kann.

 

Weitere Inhalte:

Zwischen Abstinenz und Vorbildwirkung: Wie sehr wollen wir unsere eigene Beziehung für das Paar sichtbar machen?

Stolperstein Identifikation: Wie kann es gelingen, eine neutrale Haltung zu finden, wenn man sich mit einem Paarteil

identifiziert? Darüber hinaus werden im Vortrag die wichtigsten Parameter und Ingredienzien besprochen und die wichtigsten

Voraussetzungen für eine gelunge Paar... - nun, nennen wir es Entwicklung.

 

12.30 Uhr

 

Mittagspause

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4 parallele Workshops, 14:30 Uhr - 16:30 Uhr

 

 

Workshop A

Titel: Die drei unsichtbaren Verbündeten von Paaren und ihre Wirkungsweise in der Beziehungsgestaltung

LeiterInnen: Ute Giffey-Koschka und Hans Giffey

Workshop-Sprache: Deutsch

 

Angelehnt an unseren Vortrag bei den Imago Tagen 2017 werden wir in diesem Workshop die Bedeutung und Wirksamkeit

der „drei unsichtbaren Verbündeten“  theoretisch und praktisch vertiefen und unsere Erfahrungen aus dem dreijährigen

Mastertraining bei Hedy Schleifer in Washington DC  und der Erfahrung in der Arbeit mit Paaren beschreiben.

 

Anhand von praktischen Beispielen können die TeilnehmerInnen die Wirkung auf unsere methodische Vorgehensweise und

praktische Arbeitsweise kennen lernen. Wie sich unsere Rolle als BegleiterIn von Paaren dadurch neu definiert und wie weit

es uns ergänzt, bereichert und letztlich auch fokussierter werden lies wollen wir als Ergänzung zu unseren IMAGO -

Paartherapie Wurzeln sichtbar und erlebbar machen.

 

 

Workhop B

Titel: Vision und Visualisierung

Leiterin: Mag.a Maria Richter-Zima

Workshop-Sprache: Deutsch


Wo sind die Sehnsüchte und Träume geblieben, die Paare zu Beginn ihrer Partnerschaft hatten? Was ist aus diesen

Sehnsüchten geworden? Wir können Paare ermutigen, aus dem Alltagstrott aufzuwachen und ihr Leben wieder in die

Hand zu nehmen.

 

Jeder Mensch hat schon früh in seinem Leben Sehnsüchte und Träume entwickelt. Diese gehen häufig im Laufe unserer

Sozialisation scheinbar verloren oder wir geben ihnen keine Bedeutung mehr. Die Partner tragen diese Sehnsüchte aber

tief in sich und können nur dann wirklich zufrieden sein, wenn sie diese auch Wirklichkeit werden lassen. Mit der Verknüpfung

aus Visionsarbeit und Visualisierungsarbeit kann dies gelingen.

 

In diesem Workshop

  • erfahren Sie, was der Unterschied zwischen Sehnsucht, Traum, Ziel und Vision ist.
  • machen wir uns bewusst, wozu eine Partnerschafts-Vision so wichtig ist.
  • üben Sie anhand einer eigenen Visulisierungserfahrung,  wie diese Sehnsüchte in einer Partnerschaft oder in der
    Partnersuche wieder ein Stück hervorgebracht werden können.

 

 

Workshop C

Titel: Unterstützung bei der Entwicklung von co-regulierten Partnerschaftssystemen: In der Therapie-Praxis und darüber hinaus.

Leiterin: Maya Kollman, MA

Workshopsprache: Deutsch/Englisch

 

„Co-Regulation“ hat sich zum neuen Modewort unter Neuropsychologen entwickelt. Unter einem co-regulierten System wird

dabei zuallererst die gegenseitige Interaktion von Eltern und Kind verstanden, wobei eine funktionierende Co-Regulation dafür

sorgt, dass Kinder mit einem gesunden Sinn für Bindung aufwachsen. So lernen sie die wichtigste Lektion ihres Lebens: Wenn

in Not, nutze Beziehungen. Der alte Spruch, dass geteiltes Leid halbes Leid und geteilte Freude doppelte Freude ist, ist absolut richtig.

 

Leider haben die meisten der Menschen, mit denen wir arbeiten, niemals die Erfahrung gemacht, dass Beziehungen das Leben

erleichtern und Freude bringen können. Stattdessen haben sie Beziehungen als etwas Gefährliches erlebt. Als menschliche

Wesen benötigen wir unsere Fähigkeit, Beziehungen einzugehen und mit anderen zusammenzuarbeiten, um zu überleben.

Diejenigen, die Beziehungen im Kindheitsalter als gefährlich erlebt haben, stellt das vor ein schwieriges Dilemma: Einerseits

brauchen sie Beziehungen zum Leben, gleichzeitig jedoch nehmen sie diese als lebensbedrohlich wahr. Oftmals machen sie

den Fehler zu glauben, dass ihre PartnerInnen Schuld an ihren schmerzlichen Gefühlen haben.

 

Der Schwerpunkt von Imago ist das Dazwischen, was auch tatsächlich wichtig ist. Ebenso wichtig jedoch ist es, sein Inneres

zu pflegen. In diesem Workshop werde ich Wege beschreiben, mit denen den einzelnen Personen in einer Paarbeziehung

geholfen werden kann, Verantwortung für ihre innere Sicherheit zu übernehmen, um eine sichere Einheit für ihre/n PartnerIn

zu werden. Ich werde Techniken vorstellen, mit deren Hilfe Menschen dabei geholfen werden kann herauszufinden, wie sie

sich selbst und gegenseitig trösten können. Ich werde außerdemd ausführen, wie KlientInnen dabei unterstützt werden können,

die in ihnen schlummernden Ressourcen zutage zu fördern, damit sie diese zur Bewältigung schwieriger Situationen nutzen

können. Schließlich werde ich mithilfe von Rollenspielen demonstrieren, wie KlientInnen in Praxen dabei geholfen werden kann,

das zu üben, was sie zu Hause umsetzen müssen, und darüber nachzudenken, was sie gemeinsam tun können, um Sicherheit

für sich selbst und für den jeweils anderen zu wahren.

 

 
 

Workshop D

Titel: Die Ressource "Körper" in der Imago-Paartherapie

LeiterInnen: Sigrid und Dr. Georg Wögerbauer

Workshopsprache: Deutsch

 

Eine wichtige Ressource, die wir haben – und uns geschenkt ist - ist unser Körper! Wir brauchen diesen Körper in seiner

Leib-Seele-Einheit, um Beziehungen leben zu können. Beziehungen, die zweite wichtige Ressource, geprägt in unseren

Primärbeziehungen, sind lebensnotwendig und können Kraft geben.

 

Wenn eine Stradivari-Geige viel wert ist und die Geigerin sie fein abgestimmt mit dem ganzen Orchester erklingen lässt,

dann ist unser Körper ein Vielfaches mehr wert - einzigartig - nicht nachzubauen - unbezahlbar! Wie unsere

"Körper-Stradivaris" gestimmt sein wollen, was es braucht, damit die TherapeutIn mit sich und ihrem Körper

gut verbunden ist, um dann Verbindung beim Paar zu unterstützen, ist ein Gegenstand unseres Workshops. In einem

weiteren Schritt geht es auch um die non-verbale Interaktion im Zwischenraum des Paares, um Körperlesen und

körpertherapeutische Interaktion und Intervention im paartherapeutischen Prozess.

 

Wenn - und das ist das Geheimnis, auch Geschenk der Species Homo sapiens - zwei Stradivaris fein gestimmt in

Verbindung kommen, dann können sie die Gesetze der Physik sprengen, dann ist 1 + 1 mehr als 2, ein Vielfaches.

Dem wollen wir uns in diesem Workshop annähern.

 

 

16.30 Uhr

 

 

Kaffeepause

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3 parallele Workshops, 17:00 Uhr-19:00 Uhr

 

 

Workshop E

Titel: Abenteuer als Inspiration für die Paarbeziehung

LeiterInnen: Mag.a Elisabeth Gatt-Iro und Mag. Dr. Stefan Gatt

Workshopsprache: Deutsch

 

Viele Paare verzichten im Laufe der Beziehung zugunsten der Harmonie darauf, ihre Konflikte auszutragen und

einigen sich auf einen kleinen gemeinsamen Nenner. Dies bedeutet bei beiden Personen einen Verlust an

Lebendigkeit. Der Domestizierungseffekt tritt ein. Dadurch wird die Beziehung langweilig und Gewohnheits-

muster bestimmen den Alltag. Neugier, Offenheit, Freude und lebendige Sexualität verschwinden aus der

Beziehung. Anstatt sich der Herausforderung zu stellen, wird versucht, den Partner im Ausdruck seiner Lebendigkeit

zu behindern.

 

Das gemeinsame Erleben eines Abenteuers bietet die Möglichkeit, aus dieser Abwärtsspirale auszusteigen. Aben-

teuer stärken die Verbindung, das eigene nicht gelebte Potenzial kann (wieder) entdeckt und weiterentwickelt werden,

die Wahrnehmung des/der Geliebten verändert sich und alte Gewohnheitsmuster werden aufgeweicht bzw. durch neues

Verhalten ersetzt.

 

Wir werden uns mit den beiden Kernfragen beschäftigen: Wie kann ich als Paartherapeutin oder PaarberaterIn die therapeutische

Kraft von Abenteuern für mich selbst als Paar und für meine Klienten nutzen? Welche Art von Abenteuer braucht das Paar, um

sich lebendig zu fühlen und das eigene Potenzial zu erweitern? Anhand von theoretischen Kurzinputs und Beispielen aus unserem

beruflichen Alltag werden wir Möglichkeiten vorstellen und notwendige Rahmenbedingungen erörtern.

 

 

Workshop F

Titel: Die 10 Gebote der Motivation

Leiter: Martin Rotter

Workshopsprache: Deutsch

 

Unsere Gesellschaft, die Unternehmen und dadurch auch die Mitarbeiter gewinnen immer mehr an Geschwindigkeit. Laufend neue Entwicklungen in der Technologie beschleunigen immer stärker. Bei all den technischen Errungenschaften und neuen Möglichkeiten geht es um den Menschen und um den Umgang mit Menschen. Esi st egal, ob es sich um die Familie, um Mitarbeiter oder um KundInnen handelt. Wir sind Beziehungswesen. In diesem Workshop lernen Sie einige meiner Methoden kennen, wie sie wirksamer Gestalter IHres Lebens und Motivator für Ihr persönliches Umfeld werden können.

 

 
 

Workshop G

Titel: Ressourcenorientiertes Arbeiten mit Imago – Wertschätzungsdialoge und Dialoge zur positiven Verstärkung

Leiter: Mag. Christoph Koder

Workshopsprache: Deutsch

 

Dialoge sowie die gesamte praktische Arbeit mit IMAGO setzen oft schwerpunktmäßig bei den Problemen bzw. Verletzungen

an– auch das Verstehen und Einfühlen hat vielfach nur das Verletzende im Fokus. Selbst bei den IMAGO-Workshops bilden

Ressourcen oft eher ein Randthema.

 

In dem Beitrag (Vortrag mit Demonstration oder Workshop) stelle ich einige grundsätzliche Überlegungen zum ressourcen-

orientierten Arbeiten sowie Methoden aus meiner Praxis vor. In den vorgestellten Dialogen und Dialogelementen geht es zum

Beispiel um Ursprungserlebnisse von Paarbeziehungen, um Intensivieren positiver Erfahrungen im Zusammenleben, um das

Entwickeln von gemeinsamen Visionen oder um Wertschätzung im vertieften und erweiterten Sinn.

 

 

 

20.00 Uhr

 

 

Festabend im Studio67 - mehr Infos dazu finden Sie hier

 

 

Sonntag, 06. Mai 2018

09.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel: Meine Imago-Reise

Referentin: Maya Kollman, MA

Vortrag

 

In einer eineinhalbstündigen Präsentation nutze ich mein großmütterliches Wissen, um über meine eigene IMAGO-Reise

zu reflektieren, welche ich in den letzten 28 Jahren beschritten habe. Mit meiner einzigartigen Sichtweise und dem Wissen,

welches ich durch die enge Zusammenarbeit mit Harville und Helen, meinen StudentInnen und KlientInnen sammeln konnte,

beleuchte  ich, wie IMAGO mich persönlich und beruflich verändert hat. Auf Basis meiner langjährigen Erfahrung mit der Theorie

zeige ich, wie diese sich für mich verändert hat und wohin ich mich meiner Meinung nach bewege.

 

Ich habe mich schon immer stark darum bemüht, die Theorie in allen Aspekten meines Lebens umzusetzen, sei es in meiner

leitenden Tätigkeit als frühe Präsidentin des Imago-Verbands AIRT, als Lehrende für zahlreiche Studierende, als Workshopleiterin

und Fakultätsmitglied und natürlich – ganz besonders – in meiner 36-jährigen Beziehung mit meiner geliebten Barbara.

 

Mit Humor und einem tiefen Bewusstsein für meine fehlerbehaftete Größe bringe ich Unterhaltung und führe Workshop-

teilnehmerInnen zu ihrer eigenen persönlichen Größe.

                                                                                               

10.30 Uhr

 

Kaffeepause

 

11.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel: Ad rem, ad hominem, ad caritatem

ReferentInnen: Mag.a Evelin Brehm und Mag. (FH) Klaus Brehm

Vortrag

 

Ein dialogischer Selbstversuch, „Wahrheit“ neu durch die Liebe zu entdecken!

 

Die „Beziehung der Zukunft“ braucht vor allem eines: Mut! Insbesondere den Mut beider Partner anzuerkennen, dass die

eigene Meinung, die eigene Erkenntnis, die eigene Sichtweise nicht „Wahrheit“, sondern Ausdruck und vor allem auch

emotionales Manifest der eigenen Lebensgeschichte ist.

 

Was einst in der Zeit der Aufklärung als Befreiung des Individuums durch das Recht und die Möglichkeit einer eigenen Mündigkeit

begann und später die Demokratie als zukunftsweisendes Gesellschaftsmodell in der für uns als selbstverständlich erscheinenden

Form erst möglich machte, hat sich in Facebook-Zeiten bis ins Groteske zur Diktatur der Selbstherrlichkeit verzerrt. Die Folge

davon: die Monarchie des eigenen Glaubenssatzes erzeugt die Illusion einer starken Individualität und Persönlichkeit, die jedoch

letztendlich in der Monophonie emotionaler Isolation und Vereinsamung endet.

 

Wir, Evelin und Klaus, wollen in diesem Vortrag über unsere Erfahrungen berichten, ein Jahr lang fast täglich in einem Imagodialog

die „Wahrheit“ in uns und unserem Zwischenraum neu zu entdecken. Wir wollen in Erweiterung von Schopenhauers eristischer

Dialektik „ad rem, ad hominem, ad personam,“ hin zu „ad caritatem“, die Liebe im dialogischen Loslassen der eigenen Wahrheit

neu entdecken und so zu einer Wirklichkeit finden, die anders ist, als es jeder von uns bisher erlebt hat.

 

Ob uns das gelingt? Das werden wir bis zu, und die Zuhörerinnen und Zuhörer, bei diesem Vortrag erfahren.

 

12.00 Uhr

 

Pause

 

12.30 Uhr

 

Diskussionsrunde

 

13.30 Uhr

 

Closing