Programm

Nachstehend finden Sie unser vorläufiges Kongressprogramm - die Vortrags- und Workshopinhalte werden in den nächsten Wochen ergänzt!

 

 

Freitag, 17. Mai 2019

12.30 Uhr

 

Registrierung 

   

13.30 Uhr

 

Eröffnung und Impulsreferat von Mag.a Susanne Pointner und Dr. Peter Stippl

 

14.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prof. Dr. Joachim Bauer (Vortrag und Diskussion)

"Öffnung oder Verschluss von Möglichkeitsräumen durch Spiegelung und Resonanz - Eine

neurowissenschaftliche Perspektive"

 

Menschen verfügen über die Möglichkeit, auf die von einem anderen Menschen ausgehenden sprachlichen 

und/oder körpersprachlichen Signale mit einer Resonanz zu antworten. Dieses Geschehen beruht auf neuronalen

Resonanzsystemen. Zwischenmenschliche Resonanzen vermögen zweierlei zu leisten: Einerseits vermitteln sie dem

in Resonanz gehenden Menschen (R) einen Eindruck über das innere Befinden jenes Menschen (A), von dem die Signale

ausgingen. Andrerseits wird die im Resonanz-erlebenden Menschen (R) ausgelöste Resonanz ihrerseits durch Sprache

und/oder Körpersprache sichtbar werden und zurückwirken auf denjenigen (A), von dem die Resonanz ausgelöst worden

war. Wir (A) spüren, welche Resonanz wir im Anderen (R) auslösen. Was als Resonanz vom Anderen (R) zu uns (A) zurückkehrt,

kann in uns eine dynamische Kraft entfalten, oft im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Resonanzen, die wir uns

gegenseitg geben, können Möglichkeitsräume der Entwicklung öffnen oder schließen."

 

15.15 Uhr

 

Pause

 

16.00 Uhr -

18.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Harville Hendrix, PhD und Helen LaKelly Hunt , PhD, Co-KreatorInnen der Imago Beziehungstheorie  (Vortrag und Diskussion)

"Reise zu Wundern und vollster Lebendigkeit: Imago und der Zwischenraum"

 

Wo findet Therapie statt und was kommt dabei heraus? Aus traditioneller Sicht ist Therapie das Erforschen unserer inneren

Welt, um uns von emotionalem Schmerz zu befreien und friedlich mit uns selbst und mit anderen leben zu können. Dieser

Vortrag verortet allerdings den therapeutischen Prozess nicht in besagter inneren Welt sondern im Zwischenraum. Therapieziel

ist dabei das Erfahren vollster Lebendigkeit und Freude angeregt von einem Gefühl der Verbundenheit, das gespürt werden

kann, wenn der Zwischenraum verlässlich Sicherheit bietet. Anstatt sich nur mit dem Erlösen von Leiden zu beschäftigen,

versteht sich Imago als die Verbindung mit der gefühlten Erfahrung unserer wahren Natur als verbundene Wesen, welche

Zugehörigkeit in einem verbundenen Universum erfahren.

 

20.30 Uhr

 

Imago & more. Ball der PsychotherapeutInnen und BeraterInnen - Eröffnung

 

Samstag, 18. Mai 2019

10.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Harville Hendrix, PhD und Helen LaKelly Hunt, PhD (Workshop)

"LIEBE FINDEN UND ERHALTEN: Vollste Lebendigkeit und Wunder im Zwischenraum erleben"

Workshop-Sprache: Englisch, mit deutscher Übersetzung

 

Liebe zu finden und sie am Leben zu halten ist der Traum eines jeden Menschen. In diesem Workshop erfahren die

TeilnehmerInnen, wie sich Liebende finden, wie die Interaktion im Zwischenraum Liebe erhalten bzw. zerstören kann,

und wie Fähigkeiten geübt werden können, die das Erfahren vollster Lebendigkeit und Wunder stimulieren. Der

Workshop wird sowohl aus Vortragsteilen als auch Demonstrationen und Übungen bestehen und offen sein für alle,

die sich dafür interessieren, selbst eine blühende, wundervolle Beziehung zu führen bzw. für TherapeutInnen, welche

anderen helfen, Liebe zu finden und zu erhalten. TeilnehmerInnen werden gebeten, mit Begleitung (Lebengefährte/in,

Freund/in, Kolleg/in, etc.) teilzunehmen, um diverse Techniken üben zu können.

 

 

11.30 Uhr

 

Kaffeepause

 

 

12.00 Uhr

 

 

Harville Hendrix, PhD und Helen LaKelly Hunt, PhD (Fortsetzung Workshop)

Workshop-Sprache: Englisch, mit deutscher Übersetzung

 

 

13.30 Uhr

 

Mittagspause

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4 parallele Workshops, 15:00 Uhr - 17:30 Uhr

 

Workshop A

Leiterin: Maya Kollman, MA

"Ruhe bewahren im Auge des Sturms: Wie man die eigene Reaktivität mit Paaren in Krisensituationen steuert"

Workshop-Sprache: Englisch, mit deutscher Übersetzung

 

Wenn Paare in unsere Praxen kommen, sind sie oft verzweifelt. Die Beziehungspartner verstehen nicht, warum sie es

trotz ihrer Bemühungen nicht schaffen, miteinander in Verbindung zu treten. Sie nehmen ihre Unverbundenheit als

Gefahr wahr und sehen sie als Zeichen dafür, dass mit ihnen und ihrer Beziehung etwas nicht stimmt. Als TherapeutInnen

ist es unsere Aufgabe, den Paaren einen Weg zu zeigen, der es ihnen erlaubt, ihren Beziehungsbruch so zu reparieren, dass

dieser nicht länger als Auslöser für ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Zeichen des Versagens gesehen wird. Wir leben in

einer Gesellschaft, in der permanentes Glücklichsein als Zeichen für Erfolg verstanden wird. Paare rechnen nicht mit den

unvermeidbaren Beziehungshochs und -tiefs.  Sie sehen nicht, dass Konflikte und Brüche Zeichen versuchten Wachstums

sind. In diesem Workshop werden wir über unsere Rolle als RegulatorInnen eines disregulierten Systems lernen. Am schwierigsten

sind dabei natürlich Situationen, in denen Brüche durch Untreue, chronische Abhängigkeit oder häusliche Gewalt bedingt sind.

Wenn wir in unseren Praxen mit solchen Krises konfrontiert werden, ist es umso notwendiger, unsere eigenen Vorurteile und Trigger

zu kennen, um neutral und geerdet bleiben zu können. Daher wird dieser Workshop die Möglichkeit bieten, eigene Trigger und das,

was uns in unserer Praxis davon abhält, in von Schmerz und Aufregung gefüllten Situationen ruhig zu bleiben, kennenzulernen.

Zusätzlich werden Strategien gelehrt, die es ermöglichen, stürmische Gewässer zu beruhigen, damit Paare nicht basierend auf ihren

reptilen sondern ihren frontalen Gehirnen agieren und somit zu Teams zu Diensten ihrer Beziehung werden können.

 

Lernziele:

 

1: Das Gold hinter Krisen sehen.

2: Die TherapeutInnenrolle als eine Rolle erklären, die polarisierten und sich in einer Krise befindenden Paaren hilft, eine sichere

und empathische Struktur aufbauen

3: Imagoprozesse nützen, um sichere Bindung und Emotionssteuerung in einem unsicheren, disregulierten Beziehungssytem

zu fördern

4: Ein beziehungs- und neurowissenschaftliches Modell beschreiben und klinisch anwenden, um Dialog zu verbessern

5: Gegenübertragung und das Potential für auf den/die TherapeutIn übertragene Traumatisierung bei der Arbeit mit

Krisenpaaren abschätzen

 

 

Workhop B

LeiterInnen: Mag.a Elisabeth Gatt-Iro und Mag. Dr. Stefan Gatt

"Mut zur Lebendigkeit - der Ausdruck von Gefühlen als Inspiration für die Paarbeziehung"

Workshop-Sprache: Deutsch

 

Lebendig fühlen wir uns dann, wenn wir gut mit unserem Körper in Verbindung sind, uns wohl fühlen und unsere Gefühle

frei spüren und ausdrücken können.

 

Im Alltag passiert es jedoch, dass uns Stress, soziale und kulturelle Gepflogenheiten sowie unsere inneren unbewussten

Muster blockieren. Wir merken es daran, dass wir uns lustlos, ausgelaugt, müde und verspannt fühlen. Wir sind nicht richtig

in unserem Körper zu Hause, haben wenig Zugang zu unserer (Lebens-)Freude und Lust und dann meist auch noch Zwist

mit unserer liebsten Person. In diesem Workshop bieten wir theoretische Konzepte zum Thema Gefühle und Körperarbeit

an, Übungen zum (selbst) Ausprobieren sowie Satzanfänge, die von der Selbstreflexion in einen Dialog überleiten.

 

Inhalte:

  • Körperarbeit
  • Arbeit am Ausdruck von Gefühlen
  • Selbstreflexion
  • Dialog

 

 

Workshop C

Leiter: Florian Bösel

"Theater als Spiegel der Therapiearbeit"

Workshop-Sprache: Deutsch

 

Die Imago Therapie blickt über den Tellerrand. Dieser Workshop widmet sich der Versinnbildlichung von Themen

aus dem Psychotherapiealltag durch die Mittel und Übungen der Theaterpädagogik; mit dem Ziel, Inspiration für die

eigene Arbeit zu schaffen.

 

Da in einer Imagotherapie-Sitzung innen einiges an Bewegung entsteht, jedoch körperliche Aktivierung oft zu kurz

kommt, kann es für das Paar und die/den TherapeutIn selbst nützlich sein, sich durch andere Methoden aufzulockern

und auf den Dialog einzustimmen. Aber auch der eigentliche Zweck von Imago Therapie und Theaterspielen ist

verwandt. „Ja“ zu den Angeboten des Spielpartners sagen zu müssen, ist nur ein Aspekt. Die Theaterpädagogik liefert

gruppendynamische und persönlichkeitswirksame Methoden. Außerdem schärft sie das Auge für Ästhetik – und das

Schöne am Partner zu erkennen, kann bei krisengeschüttelten Paaren schon die halbe Miete sein.

 

Ich freue mich auf einen erfahrungsreichen Workshop mit experimentierfreudigen TeilnehmerInnen. Theatererfahrung ist

nicht notwendig!

 

 
 

Workshop D

LeiterInnen: Wiebke und Ingo Anton

„Die Macht der Emotionen im Familien-System - Verbindungen stärken und ein neues WIR erzeugen“

Workshop-Sprache: Deutsch

 

Unter jedem Dach ein „Ach“: Verschiedene Rollen und Aufgaben – unterschiedliche Erwartungen. In Familien geht es

dynamisch zu. Muster werden über Generationen weitergegeben. Im Gegensatz zur Paarbeziehung prallen in Familien

mehr als „nur“ zwei Welten aufeinander – Missverständnisse, Konflikte bis hin zu ausgeprägten Machtkämpfen sind

häufig vorprogrammiert. Was eigentlich die Basis und der sichere Hafen sein sollte, wird zur Belastung. Nicht selten

kommt es zum Verbindungsabbruch.


In diesem Workshop bieten wir Ihnen Übungen an, die Sie dabei unterstützen werden, neue  Familienbande erzeuge

n zu können, wie Sie die Beteiligten dabei begleiten, ihre Rollen zu erkennen, wie Muster durchbrochen werden können

und Bedürfnisse verstanden werden.

 

·         Theorie: Familien besser verstehen

·         Fallbeispiele: Aus der Praxis für die Praxis

·         Übungen: Familiengespräche zum Testen

 

 

 
 

Workshop E

LeiterInnen: Dr.in Claudia Luciak-Donsberger und Mikael Luciak

"Die Kraft des Verzeihens"

Workshop-Sprache: Englisch (ohne deutscher Übersetzung!)

 

Anhand eigener Erfahrungen und im Austausch mit den Workshop-TeilnehmerInnen werfen wir einen Blick auf die

persönliche Entwicklung, die mit dem Akt des Verzeihens einhergehen kann, aber auch auf Herausforderungen, die sich

durch eigene unbearbeitete Verletzungen ergeben und uns in diesem Prozess blockieren können. Wie gehen wir als

TherapeutInnen mit dem Thema „Verzeihen“ um? Wann fällt es uns persönlich leicht oder schwer zu verzeihen? Wünschen

wir, dass uns selbst etwas verziehen wird?. Der Workshop bietet Gelegenheit anhand von Übungen und Dialogen den

Umgang mit dem Thema „Verzeihen“ aus persönlicher Sicht zu reflektieren. Die dabei eingesetzten Arbeitsblätter können

auch mit Paaren, die aufgrund von Bindungsverletzungen therapeutische Hilfe suchen, eingesetzt werden.

 

„Wenn wir vergeben, geben wir uns selbst zurück, was uns genommen wurde: die Liebe, Güte und das Vertrauen, das

verloren gegangen ist. Mit jedem Akt der Vergebung, ob klein oder groß, bewegen wir uns zur Ganzheit.“  Desmond Tutu

 

Dieser Workshop findet in der Praxis von Claudia Luciak-Donsberger und Mikael Luciak statt, die nur 12 Minuten

(Fußweg oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln) vom Europahaus entfernt ist.

 

 

17.30 Uhr

 

 

Diplomfeier mit Ehrung der neuzertifizierten Mitglieder

 

 

19:30 Uhr-

21:00 Uhr

Stadtführung: "Tradition und Moderne in Wien"

Kostenbeitrag: € 25,00, Anmeldung erfolgt über das Online-Anmeldeformular

 

Sonntag, 19. Mai 2019

09.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eva Wessely (Vortrag und Diskussion)

"Imago – Verbindung von Anfang an. Arbeit am Familienklima"

 

Das vorgestellte Konzept ist ein Versuch, SAFE (entwickelt von Dr. Karl Heinz Brisch) und IMAGO (entwickelt von

Ph. D.  Harville Hendrix und Ph. D. Helen LaKelly Hunt)  zu verbinden. Werdende Eltern lernen dabei, wie sichere

Bindung entsteht und wie sie gefördert werden kann.

 

Spiegeln als ein wichtiger Bestandteil einer bewussten Kommunikation ist eine Kunst, die im Erwachsenenalter mit Aufwand

(wieder) erlernt werden muss. Anfangs fällt es uns schwer, sie so anzuwenden, dass  wir die verbindende Wirkung  erfahren

und erleben können. Doch Eltern eines Säuglings erkennen bald, dass unse Sprache genau darin ihren Anfang nimmt.

Die Veränderungen und Herausforderungen, die durch die Geburt eines Kindes miteinhergehen, werden vom Paar oft zu

wenig besprochen. Manchmal fehlt auch das Wissen, wie man Überforderungen oder Frustrationen konstruktiv ansprechen

kann. Die Funktionen der Elternschaft werden vor die eigenen Bedürfnisse gestellt. In der Verbindung von SAFE und IMAGO

wird die bewusste, wertschätzende Imago Haltung in der Familie  geübt. Die Kombination der neueren Bindungsforschung,

neurobiologischer Erkenntnisse und des Imago-Konzeptes beschreibt einen Weg, wie in Familien ein menschenfreundliches

Klima gestaltet und erhalten werden kann.

                                                   

10.00 Uhr

 

Kaffeepause

 

10.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr.in Claudia Luciak-Donsberger und Mikael Luciak, Dr.in Sabine Bösel und Roland Bösel (Vortrag und Diskussion)

"Verzeihen als Zeichen der (Selbst) Liebe "

 

 Zu Verletzungen und Kränkungen kommt es in jeder Partnerschaft. Wenn sie gravierend sind und es uns schwerfällt, dem

anderen oder uns selbst zu verzeihen, werden sie zu Stolpersteinen für eine erfüllte Beziehung und blockieren die eigene

Lebenskraft. Durch Groll, Feindseligkeit, Scham und Schuldgefühle ziehen wir uns zurück und verlieren die Verbindung zum

anderen und zu uns selbst. Durch die Bearbeitung von Bindungsverletzungen (z.B. durch Affären) streben wir in der Paartherapie

danach, die Sicherheit der emotionalen Verbundenheit wiederherzustellen und Resilienz zu fördern. Im Zentrum des Vortrages

stehen die Fragen, wie wir Paare in diesem herausfordernden Prozess der Vertrauensbildung unterstützen können, welche

Interventionen es im Vorfeld braucht, um den Verzeihensprozess einleiten zu können und wie Partner scheinbar „Unverzeihliches“

verzeihen und dennoch ihre Grenzen, Würde und Selbstachtung wahren können. Wir beleuchten verschiedene wirksame Ansätze

und Interventionen, die Menschen dazu befähigen, anderen und sich selbst zu verzeihen und zeigen, wie diese in aktuelle

Imagodialoge einfließen können.

 

11.30 Uhr

 

Closing